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HarryR
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Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen" [gelöst]

Tue Jul 03, 2018 11:37 am

Hi Leute,

ich hoffe das Subject führt auf die richtige Spur :D

Folgendes Szenario:

o Ich habe auf einer 32Gig SD ein hervorragend eingerichtetes Raspian.
o Ich möchte das auf eine 4/8G SD clonen
o Ich möchte mein Desktop-Ubuntu dafür als "Werkzeug" verwenden

Bisher habe ich folgenden (unvollständigen) Weg das Ziel zu erreichen:

1) Ich nehme die 32G-SD-Karte stecke sie in den SD-Schacht meines Desktop PCs
2) Ich schaue nach, welches Device daraus geworden ist (BSP: /dev/sdc)
3) mit dd erzeuge ich eine Image-Datei: dd if=/dev/sdc bs=1MB /of=/tmp/raspi.img
4) An dieser Stelle ist das Image 32G groß und natürlich viel zu groß für eine 4/8G SD-Karte

Folgende Ideen hätte ich :

a) Vorher mit gparted schon auf der 32G-SD die root-Partition so klein wie möglich machen
Dann Schritt 1-3 und die Partitionen auf der 32G wieder vergrößern

b) Das entstandene Image mounten und "irgendwie" gparted darauf loslassen,
aber das verkleinert nur die Partitionen innerhalb des Images, nicht die Datei :(

c) - z) : Eure Ideen


Viele Grüße
Harry
Last edited by HarryR on Thu Jul 05, 2018 7:49 pm, edited 1 time in total.
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mline
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Tue Jul 03, 2018 3:22 pm

HarryR wrote:
Tue Jul 03, 2018 11:37 am
a) Vorher mit gparted schon auf der 32G-SD die root-Partition so klein wie möglich machen
Dann Schritt 1-3 und die Partitionen auf der 32G wieder vergrößern
Genau so funktioniert es. Das Image repräsentiert die auf der Platte gespeicherten Bits/Bytes. Wenn du das Image kleiner haben willst musst du
1. die Partition vor dem erstellen des Images verkleinern
2. dd nur die notwendigen Bytes schreiben lassen.
Da dd das Laufwerk nur byteweise auslesen kann und keine Rücksicht auf Partitionen nimmt wirst du IMMER das gesamte Laufwerk speichern. Es sei denn du gibst mit der Option count vor wieviele Bytes gelesen werden müssen (Blockgröße beachten!)
<~~>

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HarryR
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Tue Jul 03, 2018 4:07 pm

Okay .. wie berechne ich dann wieviele Bytes notwendig sind,
da wird ja bei den Partitionen auf- und abgerundet was das Zeug hält ?

Grüßle Harry
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fbe
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Tue Jul 03, 2018 4:20 pm

Muss es unbedingt ein Image sein? Du könntest ja auch die einzelnen Partitionen Deiner SD-Karte mounten und die Dateien darauf in Archive sichern. Um damit eine bootfähige SD-Karte zu erzeugen, musst Du dann die neue SD-Karte selbst partitionieren, die Dateisysteme erzeugen, die Partitionen mounten und dann die Dateien aus den Archiven wiederherstellen. Klingt erst mal komplizierter, aber wenn man einmal weiß, wie es geht, ist es auch nichts Besonderes. Es bleibt Dir ja auch immerhin das vorübergehende schrumpfen Deiner funktionierenden Master-Karte erspart. Die einzige Tücke ist, dass Du wahrscheinlich die Angaben in cmdline.txt der boot-Partition und in etc/fstab der root-Partition anpassen musst, zumindest wenn Du mit einem Raspbian Image angefangen hast.

ghans
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Wed Jul 04, 2018 8:38 am

Ist dein Raspberry Pi eingeschaltet ? Wenn ja, stecke einen USB-Kartenleser in deinen Pi und die zweite Karte hinein. Suche im "Startmenü" nach "SD Card Copier". Das Programm umschifft all diese Probleme relativ simpel.

ghans
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HarryR
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Wed Jul 04, 2018 12:04 pm

fbe wrote:
Tue Jul 03, 2018 4:20 pm
Muss es unbedingt ein Image sein?
Das wäre schon am besten, denn dann kann man das "einfach" weitergeben und alle Anleitungen (im Internet) sind weiterhin gültig ausser dem Imagenamen
fbe wrote:
Tue Jul 03, 2018 4:20 pm
Du könntest ja auch die einzelnen Partitionen Deiner SD-Karte mounten und die Dateien darauf in Archive sichern. Um damit eine bootfähige SD-Karte zu erzeugen, musst Du dann die neue SD-Karte selbst partitionieren, die Dateisysteme erzeugen, die Partitionen mounten und dann die Dateien aus den Archiven wiederherstellen. Klingt erst mal komplizierter, aber wenn man einmal weiß, wie es geht, ist es auch nichts Besonderes.
Hmm, das ginge, aber als Raspi-Neuling frage ich mich was mit dem Bootsektor passiert,wenn es ihn im x86-Sinne gibt ...

Viele Grüße
Harry
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ghans
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Wed Jul 04, 2018 1:31 pm

Der Raspberry Pi hat keinen Bootsector im x86-Sinn. Er sucht auf der ersten FAT-Partition eine Datei namens bootcode.bin und führt diese aus.

Eine Alternative zu meinem ersten Vorschlag ist das Image zu mounten und dann mit gparted zu bearbeiten. Danach alles unmounten und gefahrlos mit "truncate" das Image stutzen.

ghans
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HarryR
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Wed Jul 04, 2018 2:44 pm

ghans wrote:
Wed Jul 04, 2018 1:31 pm
Der Raspberry Pi hat keinen Bootsector im x86-Sinn. Er sucht auf der ersten FAT-Partition eine Datei namens bootcode.bin und führt diese aus.
Ah ja, das macht die Sache natürlich einfacher ... ohne Bootsektor muss ja nur partitioniert und kopiert werden ..
By the way kennt der Bootloader auch andere Filesysteme (btrfs ..) ?

VG Harry
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Wed Jul 04, 2018 2:53 pm

Nein. Neuere Pis können über das Netzwerk booten, aber ext4, NTFS und BTRFS sind unsupported. Ich glaube selbst exFAT funktioniert nicht.

ghans
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Wed Jul 04, 2018 4:41 pm

exFAT geht wirklich nicht für die Bootpartition. Wer NOOBS auf eine standardformatierte SD-Karte mit mehr als 32GB kopiert, macht diese Erfahrung. Auch bei Bootpartitionen auf Laufwerken mit GPT-Partitionierung (für Medien mit mehr als 2TB gebräuchlich) sind mir bisher nur Fehlschläge bekannt.

SD Card Copier macht am einfachsten, was Du möchtest. Dass Du einen Kartenleser für den Pi hast, war aber nicht abgemacht, deswegen hab ich es nicht ins Spiel gebracht ;) (piclone, falls Du mit Raspbian Lite angefangen hast und das Package nachinstallieren möchtest). Wenn Du paranoid bist, kannst Du die SD-Karte vorher an Deinem Desktop-Ubuntu als Image auf einen USB-Stick übertragen und dann mit SD Card Copier den USB-Stick auf die neue SD-Karte. Dann sind während des Kopierens keine Dateien geöffnet.

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ByteYourLife
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Thu Jul 05, 2018 3:02 am

Hallo zusammen,

also ich verwende immer PiShrink um Images klein zu bekommen.
Das PiShrink Skript gibt es hier auf GitHub: PiShrink

Ich muss sagen das es wirklich gut funktioniert. Zwar lese ich die SD-Karte immer erst als Image aus um dieses anschließend dann zu verkleinern.

Viele Grüße,

ByteYourLife
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HarryR
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen"

Thu Jul 05, 2018 10:58 am

ByteYourLife wrote:
Thu Jul 05, 2018 3:02 am
..
also ich verwende immer PiShrink um Images klein zu bekommen.
Das PiShrink Skript gibt es hier auf GitHub: PiShrink
Ich muss sagen das es wirklich gut funktioniert.
Zwar lese ich die SD-Karte immer erst als Image aus um dieses anschließend dann zu verkleinern.
..
Das ist wohl die Option, die ich gesucht habe ...
(Was nicht heißt, dass die anderen hier beschriebenen Optionen nicht interessant
und zielführend wären).

Du führst das Script auf einem Desktop unter Ubuntu/etc aus nehme ich an ?!

Sanfte Grüße :D
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HarryR
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Re: Raspbian sd-karte zu einem eigenem (möglichst kleinem) Image "klonen" [gelöst]

Thu Jul 05, 2018 7:51 pm

So, ich habe den Status auf gelöst gesetzt.

Danke an alle.

Ich habe es so gemacht:

o Mit dd das Image der SD erstellt
o Mit PiShrink das Image so klein wie möglich gemacht (unter Ubuntu)

Grüßle
Harry
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